[ Bücher für Jugendliche - Zeit der großen Worte ]

Der Widerspruch Der Widerspruch

Unterrichtsmaterial zu Der Widerspruch erhältlich unter:

https://www.gerstenberg-verlag.de/index.php?id=detailkinderbuch&url_ISBN=9783836959025


1963: Jonas, Britta, Reni und Robert. Jeder erzählt aus seiner Sicht die Geschichte ihres vorletzten gemeinsamen Schuljahrs. Britta ist vor fast drei Jahren aus Stralsund in den Westen gekommen, der schüchterne Robert wird zum Klassensprecher gewählt und verliebt sich in Britta. Jonas vermisst seinen an den Kriegsfolgen gestorbenen Vater. Die aufmüpfige Reni hat einen Studenten-Freund in der Stadt, der sie in eine politische Aktion hineinzieht. Die Geschichten der vier kulminieren in einem Kriminalfall, den der junge Kommissar Lembeck aufklären soll. Dabei bekommt der Kommissar selbst die Konsequenzen des Widerspruchs zu spüren, auf den die Jugendlichen gestoßen sind. Fünf Jahre vor 1968 geht es um den schwierigen Neuanfang nach der Nazizeit und um den Wert von Meinungsfreiheit und Demokratie inmitten des aufblühenden Kapitalismus.

"Der Widerspruch, auf den ich als junger Mensch gestoßen bin, hat mich mein Leben lang begleitet. Er bestimmt unser Leben noch heute." (Herbert Günther)


Stimmen zum Buch:

Auf der Liste „Die Besten 7 – April 2017“ Deutschlandfunk:
1963: Vier völlig verschiedene Jugendliche in einer Zeit des Umbruchs und des beginnenden Kapitalismus. Es geht um erste Liebe, den Tod des Vaters im Krieg, politische Aktionen der Studenten und um schulischen Alltag. Und über allem steht die Frage: Wie will ich leben? Durch einen Anschlag auf einen Bankdirektor geraten sie unter Verdacht und erleben, wie weit die längst vergangene Nazizeit noch in die Gegenwart der 60er Jahre reicht. Ein spannender historischer Roman, erzählt aus verschiedenen Perspektiven.


Bislang waren die sechziger Jahre kein Thema der Kinder- und Jugendliteratur. Der zeitgeschichtliche Kinder- und Jugendroman konzentrierte sich auf die dreißiger und vierziger Jahre des 20. Jahrhunderts, vereinzelt wurde das Thema DDR behandelt. Das mag sich langsam ändern. Der aktuelle Jugendroman von Herbert Günther, der seit 1988 für Kinder und Jugendliche schreibt und zudem mit seiner Frau Ulli Bücher übersetzt, hat mit Der Widerspruch einen spannenden Roman über die Zeit der Wirtschaftswunderjahre sowie die Anfänge der Geschichtsaufarbeitung durch die Nachkriegszeit geschrieben. Gekonnt voller Fakten, Zeitungsnachrichten und kleinerer Geschichten ist ihm ein Roman gelungen, der sich einer Zeit voller Umbrüche nähert…
Der Widerspruch ist ein wichtiger Roman, denn er zeigt eine kritische Jugend, die Dinge hinterfragt und lädt ein, auch heute Dinge kritisch zu reflektieren und zu bewerten.
Jana Mikota, www.alliteratus.com

… Die noch holprigen Demokratieversuche in der jungen Bundesrepublik verknüpft der Autor geschickt, indem er immer wieder in die Episoden „Zeitungssplitter“ mit seinerzeit aktuellen Nachrichten einfließen lässt: unter vielen anderen von Kennedys Deutschlandbesuch (und seiner späteren Ermordung) bis zu KZ- Prozessen und gescheiterten Fluchtversuchen aus der DDR. Überzeugend schildert Günther die Geschehnisse aus der Sicht verschiedener Schüler. Ihm gelingt das glaubwürdig, weil er sich – und das ohne Anbiederung – erstaunlich gut in die Gefühlswelt der Jugendlichen hineinzuversetzen vermag…
Ralf Husemann, Süddeutsche Zeitung

…. Ein herausragendes Buch, das im Unterricht besprochen werden muss!
Birgit Nerenberg, Buchhandlung Sternschnuppe, Hannover für die Auswahlliste „Lieblinge des Sortiments“, Buchmarkt, März 2017

…Der klug konzipierte Roman des 1947 geborenen Schriftstellers – ebenso alt wie seine Protagonisten – bietet für Leser ab 14 Jahren ein lebendiges Porträt der Zeit, das mit einem Ausblick auf das Jahr 1968 und damit den Höhepunkt des Studentenprotestes abgerundet wird…
Reiner Goeritz, Nordbayerischer Kurier

… Was Herbert Günther wirklich gut gelingt, ist, die Zeit der 1960er Jahre aufleben zu lassen. Dazu werden den Großabschnitten auf zwei bis drei Seiten immer kurze Satz-Schnipsel mit dem damaligen Zeitgeschehen vorangestellt. Der Widerspruch ist ein durchaus pädagogisch angelegtes Buch. Der Roman will einem Lebensgefühl und das Zeitgeschehen der 1960er Jahre vermitteln, und das schafft er recht gut – aber nie tut der Jugendroman das mit der Brechstange, sondern immer glaubwürdig und behutsam…
Ulf Cronenberg, macbay.de/wordpress

…. Vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse des Jahres 1963 verfolgt Günther die Entwicklung seiner jugendlichen Protagonisten, die getrieben sind von dem Wunsch, anders als ihre Eltern zu leben. Dabei gelingt es dem 1947 geborenen Autor, das gesellschaftliche Klima jener Nachkriegs- und Aufbaujahre einzufangen, in der ein Aufbegehren gegen die Autoritäten nicht vorgesehen ist, doch schon bald nicht mehr aufzuhalten sein wird.
Eva-Christina Meier, taz am Wochenende

…Ein Hoch auf Inhalt und Ausstattung!
Heike Brillmann-Ede, Eselsohr

… Mir hat das Lesen dieses Buches sehr viel Freude bereitet und für geschichtsinteressierte Leser ist es sehr zu empfehlen. Auch als Schullektüre ist es lesenswert.
Follower 1, lovelebooks


… Ein wichtiges Buch, welches mit den unterschiedlichen Erzählsträngen den Geist der 1960er Jahre sehr schön verdeutlicht. Guter Diskussionsstoff zum Thema Wirtschaftswunder.
Karin Steinfeld-Bartelt, Der Evangelische Buchberater

… Günther ist ein stimmiges Sittenbild gelungen. Breite Empfehlung.
Sybille Mohnhoff, ekz Bibliotheksservice, Reutlingen

… Dieses Sample zur Beleuchtung jener Jahre im Schulischen wie Privaten, aber auch exemplarisch Öffentlichen – vom Autor durch jeweils vorangestellte weltpolitische Meldungen initiiert – erlaubt Günther jugendlichen wie erwachsenen Rezipienten, sprachlich erlesen, differenziert und subtil in die Tiefe jener Jahre einzutauchen…
Franz Dudak, 10001 Buch

… Ein beeindruckendes Buch über den Weg zu einem Neuanfang nach der Herrschaft der Nationalsozialisten. Zeitloser Lese- und Gesprächsstoff für jede Generation.
Helmut Voit, Topic

… Demokratie muss Widerspruch aushalten. Spannendes Zeitdokument, erzählt aus wechselnden Perspektiven…
Beate Schräder, Westfälische Nachrichten

272 Seiten
ISBN 978-3-8369-5902-5
Gerstenberg Verlag
www.gerstenberg-verlag.de


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Aktualisiert: [ April 2021 - Zwischen den Zeilen , Übersetzungen , Aktuelles]
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